Anspruchsvolle Bergung am Clausthaler Flutgraben

Freitag, den 06.04.2018 um 13:15 Uhr wurde die Bergwacht St. Andreasberg über Melder zu einem Gelände-Notfall alarmiert. Eine 59-jährige Wanderin hatte sich beim Übersteigen umgestürzter Bäume im Bereich des Clausthaler Flutgrabens in Richtung Torfhaus, so die Meldung, das Sprunggelenk verletzt. Mit dem ATV wurde zunächst die Anfahrt über Oderbrück versucht, scheiterte aber an umgestürzten Bäumen.

Der nächste Versuch, die Unfallstelle zu erreixhen, erfolgte von Torfhaus / Steile-Wand-Straße.

Auch dort versperrten Bäume, die „Frederike“ zum Opfer gefallen waren, den Weg. Da zu erwarten war, dass sich diese Situation auf alle Zuwegen zutrifft, wurde ein Bergwacht-Kamerad mit Motorsäge nachalarmiert. Dieser konnte dann den Weg soweit freischneiden, dass das ATV entlang des Flutgrabens zur Patientin gelangen konnte. Diese war in der Zwischenzeit bereits von einem Bergwachtler, der zu Fuß zur Unfallstelle gegangen war, gefunden und mit einer Vakuum-Schiene versorgt worden. Hier stellte sich heraus, dass die Wanderer in entgegengesetzter Richtung, als angegeben, unterwegs waren. Somit hätte die Anfah r am Besten vom Sonnenberg über die Heidelbeerschneise erfolgen können.

Zurück konnte die Patientin auf dem ATV auf dem extrem schmalen Weg entlang des Grabens zum bereitstehenden Rettungswagen gebracht werden. Ende des Einsatzes war 15:30 Uhr.

31. Winterrettungslehrgang in Rottach-Egern

Anderl-Frey-Hütte (Naturfreunde)

Vom 24.02.-03.03.2018 fand wieder ein Winterretungslehrgang in den Bayerischen Voralpen im Skigebiet Spitzingsee statt. Die Teilnehmer aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben sich in dieser Woche intensiv auf die Winterprüfung vorbereitet. Diese haben dann auch drei Anwärter erfolgreich abgelegt. Neben der sicheren Skitechnik und der Beherschung des Akjas in jedem Gelände gehört auch der Bau einer Sicherung im Schnee mittels Eispickel oder Ski, woran dann die Bergegeräte und die Helfer gesichert zu einem Patienten gelangen, der abseits der Piste in schwer zugänglichem Gelände gestürzt ist. Ein weiteres Ausbildungsthema ist ist die Lawinenkunde. Diese ist zwar für unsere Tätigkeit im Mittelgebirge nicht notwendig, gehört aber zum bundesweiten Ausbildungsplan der Bergwacht. Außerdem sollten die Grundlagen jedem vertraut sein, der in den Alpen Ski fährt und die gesicherten Pisten verläßt. Das gilt auch für die Freerider!

Ergänzende Information und weitere Bilder unter „Ausbildung

Den Wurmberg rocken…

… mussten die Kameraden der Bergwacht St. Andreasberg am Samstag (17.02.18). Der Harz ist zur Zeit sehr gut besucht. Entsprechend viele Skiläufer und Rodler sind in den Wintersportgebieten unterwegs.

ATV-Verladung

Um 10:09 kam die Alarmierung über den Melder, dass der Wurmberg Unterstützung durch die Bergwacht benötigt. Das bestätigte sich auch im Tagesverlauf vor Ort. Zwischen 11:00 und 15:00 Uhr mussten sechs Personen medizinisch versorgt und ins Tal transportiert werden. Dabei handelte es sich hauptsächlich um leichte bis mittelschwere Verletzungen. Kurz vor halb vier kam dann die Meldung, ein Rodler sei auf der Talabfahrt gestürzt. Als der erste Bergwachtler an die Unfallstelle kam, fand er vier Jugendliche im Alter von 14-16 Jahren, die von der Piste abgekommen und in einer Senke kollidiert waren. Eigentlich hätten sie dort gar nicht rodeln dürfen. Aufgrund dieser Situatio wurden alle Rettungsgeräte vom Berg mobilisiert. Die Bergwachtler fuhren mit drei Akjas, einem Motorschlitten mit Verletzten-Anhänger, einem ATV und einem Gator (zweisitziges Geländefahrzeug) an die Unfallstelle. Zwei der Mädchen hatten eine Wirbelsäulenverletzung, die beiden anderen Hand- und Sprunggelenkverletzungen. Die fünf Bergwachtler wurden durch einige Skilehrer, die beim Transport der Akjasund bei der Erstversorgung halfen, unterstüzt. Die Patientinnen konnten nach der Versorgung  durch den Notarzt an einen Rettungshubschrauber und drei Rettungswagen übergeben werden.

Bei so einem Einsatz spricht man von MANV (Massenanfall von Verlezten), welcher besondere Anforderungen an Logistik und Koordination beim Einsatz erfordert.

Die Bergwacht St. Andreasberg bedankt sich ganz herzlich bei den engagierten Helfern der Skischule Oberharz!

Rettungscontainer am Hexenritt (Übergabe a. d. Rettungsdienst)

 

Wintersport (er)fordert Bergwacht

Mit dem Schnee werden auch die Einsätze der Bergwacht mehr. Am letzten Ferienwochenende wurde die Bergwacht St. Andreasberg zusätzlich zu den geplanten Diensten drei Mal über den digitalen Meldeempfänger (Pieper) alarmiert.

Am Samstag musste eine 74-jährige Frau, die vermutlich einen Schlaganfall erlitten hatte, aus dem Biathlon-Zentrum abtransportiert werden. Dort fand die Meisterschaft im Ski-Orientierungslauf statt.

Sonntag stürzte ein 14-jähriger Junge beim Skifahren auf dem Sonnenberg. Nachdem die Bergwacht ihn dem Rettungsdienst übergeben hatte, mussten die Kameraden gleich weiter zur Rodelwiese im Teichtal. Dort hatte sich ein Achtjähriger den Unterschenkel beim Rodeln gebrochen.

Den Abschluß dieses einsatzreichen Sonntags bildete eine Suchaktion. Eine Mutter mit zwei Jugendlichen startete zu spät zur großen Sonnenbergrunde (12 km) und verpasste dann auch noch den richtigen Abzweig und landete am Sonnenberger Graben. Als es dunkel wurde meldeten Sie sich bei der Polizei. Diese rief um 19:30 die Bergwacht zur Unterstützung, um mit dem ATV die verschneiten Wege abzufahren. Um 22:00 konnte die Familie gefunden und zu ihrem Fahrzeug auf dem Sonnenberg gebracht werden.

Mehr zu dieser Suche auf:

https://live.goslarsche.de/post/view/5a81353a03844d17530dadad/St-Andreasberg/Mutter-mit-zwei-Kindern-gerettet

 

 

Neues ATV eingeweiht!

Foto: KH Meinke

Am 26.01.2018 wurde eine Can-Am Outlander 850 ofiziell in den Fuhrpark der Bergwacht St. Andreasberg aufgenommen.

Foto: KH Meinke

Diese Modell hat eine spezielle Bergwacht-Ausstattung mit Skihalterung, Blaulicht und Martinshorn, sowie zwei drehbaren Scheinwerfern, um z. B. bei Suchaktionen da umliegende Gelände auszuleuchten. Die Bergwachtgruppen Bayern hatte 10 Fahrzeuge bestellt und wir konnten uns mit einklinken.

Die bisherige „Grizelda 2“ wurde in den Ruhestand geschickt und darf nun noch im Bereich Göttingen aktiv sein.

Länderübergreifende Suchaktion

Letzten Samstag wurde die Bergwacht Niedersachsen auf Anraten der Kameraden aus Sachsaen-Anhalt zu einer Suchaktion nach Mägdesprung bei Harzgerode alarmiert. Mit insgesamt 19 Personen rückten die Bergwachtgruppen aus Clausthal, St. Andreasberg und Vienenburg aus.

Bei der Suche wurden alle verfügbaren Fahrzeugtypen (incl. E-Bike) eingesetzt

Vermißt wurde eine 80-jährige Frau, die sich beim Pilzesuchen am Freitag Nachmittag von ihrem Partner entfernt hatte. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten verlief sehr harmonisch und auch die Verpflegung der Feuerwehr Hasselfelde trug zum Wohlbefinden bei.

Leider konnte die Frau nicht gefunden werden.

Sommer-Fresh-up

Obwohl sich der Oberharzer-Höhensommer so langsam dem Ende zuneigt und einige Kameraden gedanklich bereits bei der  Skipflege sind, wurden am Samstag, den  26.08.2017 nochmal alle Kräfte mobilisiert, um die Abläufe in der Sommerrettung aufzufrischen.

So fanden sich insgesamt 10 Kameradinnen und Kameraden der Bergwacht St. Andreasberg zum sogenannten Sommer-fresh-up zusammen, um  die Anwendung neuer Rettungsstandards zu erlernen. Durch die Simulation verschiedener Unfallsituationen konnten die Kameradinnen und Kameraden verschiedene Rollen im Rettungsprozess einnehmen und so das Zusammenspiel im Team üben. Ganz nach Churchill ging es hierbei auch darum, nicht alle Fehler selbst zu machen, sondern auch den anderen eine Chance dazu zu geben.

                                                             

Die anschließenden Reflexionsrunden gaben die Möglichkeit, den Ablauf der Bergungen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und das Gesamtergebnis zu diskutieren.

 

 

 

 

Der ereignisreiche und anstrengende Tag klang mit Bratwurst und Bier an der Feuerschale aus. Alle waren sich einig, dass eine solche Übung häufiger stattfinden muss. (Text: Pascal Simoleit)

 

 

 

 

Mehr zu diesem Tag unter Ausbildung

Bergungen

Erneut Einsatz am Matthias-Schmidt-Berg

http://www.matthias-schmidt-berg.de/
Alarm am Samstag, 17.06.2017 15:35.

 

 

 

Ein Mountainbiker stürzte von einem Hindernis aus ca. 1,50 m.

 

 

Wir trafen gemeinsam mit dem Rettungsdienst ein. Der Patient hatte ein Thorax-Trauma und wurde nach der Erstversorgung durch den Notarzt in der Gebirgstrage zunächst zum Rettungswagen transportiert. Der Hubschrauber Christoph 4 aus Hannover hat dann den Patienten übernommen und in die Klinik geflogen.

Bei diesem Einsatz hat sich wieder gezeigt, dass Ortskenntnis für eine schnelle Versorgung notwendig ist. Die Strecken im Bike-Park sind nummeriert und es gibt an den Strecken Rettungspunkte.

02.06.2017

Am Freitag Vormittag wurden wir zu einem First Responder Einsatz am Matthias-Schmidt-Berg gerufen.
Ein Mountain-Biker hatte sich das Knie verletzt.
Am Sonntag Nachmittag stürzte eine Mountainbikerin im Waldstück unterhalb des Waldwegs zur Jakober Halde. Sie hatte sich am Oberarm verletzt und wurde aufgrund starker Schmerzen mit der Gebirgstrage zum RTW transportiert.

Fotos Ronald Schmidt

(Bilder beispielhaft)