Alle Beiträge von Pascal Simoleit

Ausbildung bei Flutlicht

Vergangenen Mittwoch übten die Kameradinnen und Kameraden der Bergwacht Harz aus Niedersachsen und Sachsen Anhalt gemeinsam die Rettung verletzter Personen beim Flutlicht-Skifahren am Wurmberg in Braunlage.

Beim Flutlich-Skifahren kommt es auch immer mal wieder vor, dass Personen abseits der ausgeleuchteten Wege verunfallen und die Helfer*innen bei völliger Dunkelheit und nur mit Hilfe von Stirnlampen die Bergung und insbesondere des Abtransport im Akja durchführen müssen. Da hier vor allem die schlechte Sicht den Abtransport zu einer besonderen Herausforderung werden lässt, wurde auch dies von den Teilnehmer*innen geübt.

Winterausbildung der Bergwacht-Jugend

Die winterlichen Tage am Wurmberg in Braunlage werden neben der Bereitschaft am Berg auch für die Ausbildung der Bergwacht-Jugend genutzt. Grundvoraussetzung und ein wichtiger Teil der Winterausbildung ist dabei der sichere und geübte Umgang mit den eigenen Ski auf der Piste.

Doch auch der Aufbau und Umgang mit dem Akja, einem Rettungs- und Transportschlitten aus Aluminium will gelernt sein.

MTB Bergungen am Wurmberg

Am vergangenen Sonntag, dem 20.09.20 wurde die Bergwacht St. Andreasberg zusammen mit der Kameradschaft aus Vienenburg gleich zweimal zu einem schweren Unfall am Wurmberg alarmiert. Bei beiden Einsätzen stürzten Mountainbiker im unwegsamen Gelände. Der Rettungsdienst übernahm jeweils die Erstversorgung der Patienten und benötigte anschließend Hilfe bei der Bergung der verunfallten Personen. 

VW-Amarok im Einsatz

Der Patient mit Verdacht auf eine Oberschenkelfraktur wurde anschließend mit dem Krankenwagen in die Klinik gebracht. Der Patient mit verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Beckenfraktur wurde  nach behutsamer Bergung mit der Gebirgstrage an das Team des Rettungshubschraubers übergeben.  

Rettungshubschrauber bei der Landung

Wir danken allen Beteiligten für die reibungslose Zusammenarbeit und wünschen den Verunfallten eine gute Besserung. 

100 Jahre Bergwacht

Auch wenn die Bergwacht im Harz erst in den 1950er Jahren gegründet wurde, feierten wir mit den bayrischen Kamerad*innen ihr 100 jähriges Bestehen. Bei einer gemeinsamen Sternwanderung der Ortsverbänden aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zum Brocken freuten wir uns über die gute Zusammenarbeit und genossen das sommerliche Wetter. 

Wenn auch du ein aktiver Teil der Bergwacht Harz sein möchtest, kannst du uns gerne kontaktieren: admin@bergwacht-andreasberg.de. Wir freuen uns immer über neugierige und motivierte Gesichter, die sich ehrenamtlich engagieren wollen.

Falls die aktive Arbeit nichts für dich ist, du uns aber trotzdem unterstützen möchtest, kannst du uns auch gerne eine Spende zukommen lassen. Die Informationen findest du unter Beitritt/ Spende.

Ausbildungs- und Einsatzgeschehen im Sommer 2020

Wie in jedem Sommer steht vor allem die Kletterausbildung am Fels und das Erlernen von Rettungstechniken am Seil im Vordergrund des Ausbildungsplanes der Bergwacht St. Andreasberg. 

Klettern Okertal

Die praktischen Ausbildungsabende finden dabei normalerweise (derzeit auf Grund von Corona nicht) ortsverbandsübergreifend statt. Hierdurch lernen sich die Kameradinnen und Kameraden der Bergwacht im Harz kennen, können die standardisierten Bergungsabläufe gemeinsam erproben und Erfahrungen austauschen. Da mittlerweile bereits im Vorfeld eines Einsatzes oftmals mehrere Ortsverbände alarmiert werden, sind diese Abende für das gesamte Einsatzgeschehen ein großer Vorteil, da die gemeinsamen Übungen den Kamerad*innen Vertrauen und Sicherheit geben und die Prozesse der Bergung im Ernstfall beschleunigen können.

Seilarbeit

Doch nicht nur die Erwachsenen werden regelmäßig theoretisch und praktisch gefordert, auch der zahlreiche Bergwacht Nachwuchs kann immer wieder sein Können unter Beweis stellen und bei Übungen im Freien die Erstversorgung von Patienten und die so wichtige Orientierung im Gelände weiter verbessern. 

Der Nachwuchs in Aktion

Das Kontinuität bei der Ausbildung wichtig ist, zeigt sich immer wieder bei den zahlreichen Bergungen, die auch im Sommer von den ehrenamtlichen Rettern durchgeführt werden. Das zunehmende Touristenaufkommen im Harz und die wachsende Attraktivität von Freiluftsportarten wie Mountainbiking oder Klettern werden auch in Zukunft zu einem erhöhten Unfallaufkommen beitragen.

Bergung am Wurmberg 18.07.

Exkursion zum Rettungshubschrauber des ADAC

In den vergangenen zwei Wochen unternahmen die Ortsvereine der Bergwacht im Harz einen gemeinsamen Ausflug zum Rettungshubschrauber des ADAC in Wolfenbüttel. An insgesamt zwei Terminen konnten sich die Kameradinnen und Kameraden über die technischen Details des Hubschraubers und über den Rettungsablauf informieren. Die Crew, bestehend aus Pilot, Notarzt und Sanitäter stellten ihr Material vor und jeder der wollte, durfte einmal im Hubschrauber liegend oder sitzend platz nehmen.  

Gruppenfoto Termin 2
Der „Frachtraum“
Unser Fabian als Sperrgut

Derzeit gibt es 88 Rettungshubschrauber-Stationen in Deutschland (Stand Oktober 2018) welche vorwiegend von der ADAC Luftrettung und der DRF Luftrettung betrieben werden. Die Hubschrauber der öffentlich-rechtlichen Luftrettung tragen in Deutschland grundsätzlich einen Christoph-Rufnamen, nach dem Schutzheiligen der Reisenden, Christophorus. Für den Bereich des Harzes sind vor allem Christoph 30 (Wolfenbüttel), Christoph 37 (Nordhausen) und Christoph 44 (Göttingen) zuständig, da diese etwa einen Radius von jeweils 50km abdecken. Geflogen wird, ohne zusätzliche Nachtsichtgeräte, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Die häufig eingesetzte Flugmaschiene des Typs Airbus Helicopters EC 135 wiegt ca. 2 Tonnen und fliegt durchschnittlich 230km/h. Christoph 30 benötigt von seiner Station in Wolfenbüttel (77m ü.NHN) bis auf den Brocken (1141,2m ü.NHN) bei einer Luftlinie von 40,95km etwa 12 Minuten (Fahrstrecke: 77,96 km (1h 22min)).

Christoph 30
Innenansicht

Für die Kameradinnen und Kameraden war es ein sehr interessanter Einblick und eine gute Möglichkeit, persönlich über die gemeinsamen Rettungsabläufe zu sprechen.  Wir bedanken uns bei der Crew für die Zeit und die gesellige Verpflegung und wünschen „many happy landings“.

(Text: Pascal Simoleit; Bilder: Pascal Simoleit/Martina Trübel)

Weihnachtsfeier 2019

Wieder neigt sich ein volles und erfolgreiches Jahr dem Ende zu und wir nutzen die Zeit bevor die Skihänge im Harz ihre Liftanlagen einschalten, um in gemütlicher Runde das Jahr und seine Highlights Revue passieren zu lassen. Bei schmackhaften Burgern und Bärlauchsteaks wurde der Kachelofen auf der Matthiasbaude eingeheizt und die Kameradschaft bis in die späten Abendstunden gepflegt. Dank an unseren Kameraden Timo für die Organisation und an das Team der Matthiasbaude für die Bewirtung und den schönen Abend! Wir wünschen frohe Festtage und freuen uns darauf, euch im Harz zu sehen!

Weihnachtsfeier
Weihnachtsfeier auf der Matthiasbaude

Besuch der Feuerwehr-, Einsatz- und Rettungsleitstelle (FERLS) Goslar

Wir konnten einen Blick hinter die Kulissen der Feuerwehr-, Einsatz- und Rettungsleitstelle (FERLS)  in Goslar werfen und einige der Stimmen kennenlernen, die wir sonst nur dem Funkgerät entnehmen können. Dank der informativen Betreuung durch Herrn Pickhahn haben wir einen Einblick in die Abläufe einer Alarmierung erhalten und für uns als Bergwachtler*innen wichtige Fragen klären können.

FERLS
In der FERLS (Foto: Martin Asselmeyer)

Bekanntermaßen ist die Standortbestimmung einer verunfallten Person im Wald nicht immer einfach, jedoch für eine zeitnahe Rettung von höchster Priorität. Hier greift die Rettungsleitstelle mittlerweile auf modernsteTechnologie zurück. In den meisten Fällen ist ab jetzt eine Ortung des bei der Leitstelle Anrufenden bis auf wenige Meter genau möglicht und eine umständliche Übermittlung von GPS-Daten nicht mehr zwingend erforderlich. Trotzdem ist es als Wanderer, Langläufer oder auch als Alpinskifahrer immer von Vorteil, eine möglichst umfangreiche Ortskenntnis zu erlangen und den Umgang mit Karte und Kompass zu üben sowie weitere Hilfsmittel wie Rettungspunkte zu Sichten oder z.B. die kostenlose App „Hilfe im Wald“ als Redundanz zu nutzen.

Wir bedanken und bei dem Team der FERLS und freuen uns auch weiterhin auf die gute Zusammenarbeit.

Weck den Bergretter in dir – Bergwacht zum Anfassen und mitmachen

Am 30. November war es wieder so weit: Wie im letzten Jahr stellte die Bergwacht St. Andreasberg ihre ehrenamtliche Arbeit vor und gab Neugierigen die Möglichkeit zum Anfassen und Mitmachen. Ab 11:00 Uhr standen die Türen der Pisten-Raupen-Garage am Hexenritt offen und sowohl Interessenten als auch Kamerad*innen der anderer Bergwachtgruppen konnten sich bei wärmendem Kaffee über das Einsatzgebiet am Wurmberg informieren.

Einführungsvortrag 1
Bild 1: Einführungsvortrag

Nach einem kurzen Einführungsvortrag von Martina Trübel wurden die ca. 20 Teilnehmer*innen in zwei Gruppen aufgeteilt um sich sowohl über die Örtlichkeiten und detaillierten Abläufe am Wurmberg, als auch über das neue Rettungsmaterial und den Bergeschlitten zu informieren.

ATV im Einsatz
ATV im Einsatz
Turmblick
Turmblick

Dank der guten Zusammenarbeit und Unterstützung der Wurmbergseilbahn GmbH &Co.KG gab es vor dem gemeinsamen Abschlussgrillen noch eine von Fabian Brockschmidt geleitete Führung durch das Pumpenhaus auf dem Wurmberg und eine Erläuterung der damit verbundenen Beschneiungsanlage.

Auf dem Weg zum Pumpenhaus
Auf dem Weg zum Pumpenhaus
Im Pumpenhaus
Im Pumpenhaus

Danke an alle Teilnehmer*innen, wir freuen uns auf einen guten Winter und über jede*n, der uns tatkräftig unterstützt.

Gruppenbild Bergwacht Harz
Gruppenbild Bergwacht Harz

Bergwacht erhält finanzielle Zuwendungen aus dem VR-GewinnSparen

VR-GewinnSparen
Bild 1: VR-GewinnSparen Bergwacht St.Andreasberg

Jedes Jahr schütten die Volksbanken im Harz die beim VR-GewinnSparen angefallenen Reinerträge an gemeinnützige und kulturelle Institutionen und Vereine in der Region aus. In diesem Jahr hatte die Bergwacht St. Andreasberg das Glück einer der Vereine zu sein, welcher für sein ehrenamtliches Engagement mit 1000 € bedacht wurde.

Insgesamt wurden im Jahr 2019 Reinerträge in Höhe von 67.415,59 € an 95 Vereine im gesamten Geschäftsgebiet ausgeschüttet. Die Bergwacht St. Andreasberg bedankt sich bei allen Gewinnsparern und bei den Volksbanken im Harz für die hilfreiche Unterstützung.